Im letzten INFO-Letter habe ich insbesondere die Docosahexaensäure (DHA) erwähnt, da diese als Strukturfettsäure besonders in Zellmembranen und dort insbesondere im Gehirn eine entscheidende Rolle spielt.
Aber auch eine andere Omega-3-Fettsäure spielt eine wichtige Rolle: Die Eicosapentaensäure (EPA).
Sie ist Ausgangsprodukt für eine Reihe von hormonähnlichen Substanzen, den Eicosanoiden (Prostaglandine, Leukotriene).
Diese wirken im Körper u.a. als Immunmodulatoren und Neurotransmitter.

Dabei wirken die Prostaglandine und Leukotriene, die aus der Eicosapentaensäure entstehen, in der Regel antientzündlich, gerinnungshemmend, blutdrucksenkend, während diejenigen, die aus der Omega-6- Fettsäure Arachidonsäure (AA) entstehen, entzündungsfördernd, gerinnungsfördernd und blutdruckerhöhend.
Das wäre Alles nicht das Problem, denn wir brauchen beide Substanzgruppen im Gleichgewicht und Beide Ausgangsstoffe sind daher auch essentiell. Das Problem ist nur, dass wir vor 10000 Jahren Omega-6 und Omega-3 im Verhältnis 1:1 gegessen haben und wahrscheinlich auch noch vor ein paar hundert Jahren das Verhältnis weniger ungünstig war als heute, nämlich häufig bis zu 20:1 zugunsten der Omega-6-Fettsäuren.
Resultat: Chronische Entzündungen im Körper, Metabolisches Syndrom mit u.a. Hohem Blutdruck, Thromboseneigung, Insulinresistenz und damit eine wichtige Ursache der heutigen chronischen Zivilisationserkrankungen.
Was wir tun können und sollten, um auch unter heutigen Bedingungen ein besseres Verhältnis zwischen den beiden im Körper so extrem wichtigen Substanzen zu erreichen, lernen Sie in der individuellen Ernährungsberatung genau kennen. Wie schon erwähnt, „entlasse“ ich keinen Klienten, der nicht einen nachhaltigen akzeptablen Omega-3 Index (durch Messung ermittelt) auf seinen weiteren Weg „mitnimmt“.
