Hallo und Guten Tag an alle, die sich für „artgerechte“ Lebensweise interessieren.

Im nächsten Vortrag werden wir uns damit beschäftigen, warum „Diäten“ in dem Sinne, wie sie die meisten verstehen, eigentlich nicht sinnvoll sind und warum wir unsere gesamte Art zu leben überdenken und ggf. je nach individuellen Problemen und Gegebenheiten verändern müssen.
Jedenfalls dann, wenn wir langfristig und nachhaltig gesünder leben wollen.

Eines der ersten Informationen, die ich meinen Klienten in der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie gebe ist, dass die Ernährung eben auch nur ein Faktor sein kann und wir uns die gesamte Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Denken, Schlaf- und Regeneration) ansehen müssen, um nachhaltig zum Erfolg zu kommen. 

Gerade das unterscheidet eine seriöse individuelle Beratung von vielen Dingen, die im Internet angeboten und mit „schnellem Erfolg“ beworben werden.
Das funktioniert, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig und führt meist danach zu noch größeren Problemen.
Warum das so ist, werde ich im Vortrag ausführen.

Ich sehe aber auch an meinen Klienten, dass Viele genau das erst verstehen müssen.

Einigen macht es häufig schon zu große Mühe, ein Ernährungsprotokoll über 14 Tage zu führen oder mehrere Sitzungen abzuwarten, bevor wir auf einen- auf jeden Klienten individuell zugeschnittenen- erfolgreichen langfristigen Weg einbiegen können.
Dazu gehört eben u.a. die genaue Analyse des Essverhaltens, der Versorgung mit Mikronährstoffen (Laboranalysen), der Analyse der vom Klienten schon eingenommenen Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel etc. 

Nur wenn man die Grundlagen kennt, erkennt man ggf. bisherige Fehler, können Mängel herausgefunden werden (man findet fast immer Mikronährstoffdefizite! und Schadstoffbelastungen!) und das Ernährungsverhalten entsprechend angepasst werden.

Auch die Reaktion des Körpers auf Veränderungen braucht Zeit: Was über Jahre und Jahrzehnte falsch gelaufen ist, ist nicht in wenigen Wochen zu korrigieren.
Häufig braucht es viele Monate, ehe z.B. Defizite an bestimmte Substanzen wieder aufgefüllt sind und der Stoffwechsel wieder normal funktionieren kann.

Ein Faktor, der hier häufig eine Rolle spielt, sind die Omega3- Fettsäuren. 
Der Mensch unterscheidet sich von unseren nächste Verwandten,den Menschenaffen, vor allem durch das größere und höher entwickelte Gehirn.
Dieses hat sich in der Zeit entwickelt, als der frühe Mensch begonnen hat, zu fischen und zu jagen.

Warum?
Das Gehirn besteht zu überwiegenden Prozentsatz aus Fett.
Ein großer Teil dieses Fettes sind eben diese Omega-3 Fettsäuren, genauer gesagt, die Docosahexaensäure (DHA). Hier sind bis zu 90% der deutschen Bevölkerung im Mangel. Da wir hierzulande kaum Algen essen (wie die Japaner z.B.) und eben auch nicht regelmäßig fetten Seefisch oder gutes Fett aus Wildtieren, kann das auch gar nicht anders sein. 

Pflanzliche Omega 3 (die Linolensäure), die z.B im Leinöl, Wallnußöl oder Rapsöl enthalten ist, kann nur zu sehr geringen Teilen in die entscheidende Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt werden.
Daher sind diese häufig mit Omega-3 stark beworbenen Öle zwar durchaus in Maßen in Ordnung, aber eben kaum ein ausreichender Omega-3- Lieferant.
Andererseits muß bedacht werden, dass der fette Fisch heutzutage leider eben auch sehr stark schadstoffbelastet ist (Stichwort Quecksilber).
Auch das läßt sich im Blut sehr gut messen, z.B. wenn man mal einige Wochen zu viele Thunfischdosen gegessen hat.
Durch den Mangel an Omega-3 bekommen wir eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen, die schon im Mutterleib beginnen können und u.a. als ein Faktor mit zu dem massiven Anstieg an Zivilisationskrankheiten und neurologische Erkrankungen führt, mit denen wir heute konfrontiert sind.
Viele Datails dazu erfahren meine Klienten in den Beratungssitzungen, damit sie die Bedeutung
auch verstehen.

Eine wichtige Messung, die ich daher im Prinzip bei jeder Ernährungsberatung durchführe, ist die Bestimmung des Omega 3- Index.
In der Regel schaffen wir es bei jedem, ihn durch gezielte Maßnahmen bis zum Ende der Beratungssitzungen in einen optimalen Bereich zu bringen. 

Vielleicht sehen wir uns ja beim nächste Vortrag?

Mit Vielen Grüßen

Ihr Ralf Zimmer